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Fränkisches Gasthaus Faber-Rädlein
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Der Bramberg (494 m)  mit der  Ruine Bramburg

 

 

  

Die bewaldete Bergkuppe des Bramberg stellt mit der 

Ruine das Wahrzeichen des Naturparkes Haßberge dar!

 

Unser Wandertipp ab Ibind: Rundweg "Ibind - Ruine Bramburg - Ibind"

Wanderkarte "Ibind-Bramburg-Ibind"

Herrliche Rundwanderung (10 km) ab Ibind zum nahe

gelegenen, Basaltkegel des markanten Bramberg (494 m), incl.

der auf dem Gipfel thronenden Ruine Bamburg (lohnende Aussicht!).

Anschließend geht's auf einem anderen Weg wieder zurück nach Ibind.

Hinweis für den Rückweg:

Bei trockenem Wetter empfiehlt es sich, ab kurz nach der Ruine die in der Wanderkarte blau gestrichelte Alternativroute zu wählen.

 

"Ausblick-Beschreibung und Geschichtliches" als druckbares PDF
Tipp: PDF ausdrucken und auf den Bramberg zur Orientierung mitnehmen!
Bramberg-Ausblicke.pdf
PDF-Dokument [51.7 KB]

Der Bramberg, eine überaus lohnende Aussichtswarte

Waldrodung brachte freie Sicht

Nach einer vor einigen Jahren im Umfeld der Ruine durchgeführten, recht umfangreichen Baumfällaktion (vorwiegend viele hochgewachsene, mächtige Buchen verdeckten die Sicht) hat man nun größtenteils freien Blick über das vor 200 Millionen Jahren aus dem damaligen Keupermeer entstandene kleine Mittelgebirge der Haßberge. Ebenso kann man seitdem auch weit darüber hinaus, bis in das angrenzende Hinterland schauen.

 

Talblick

Beim Herabschauen fallen dem Betrachter, in der ihm zu Füßen liegenden, typisch welligen Hügellandschaft der Haßberge, zunächst die kleinen Ortschaften, welche allesamt malerisch schön zwischen Wiesen und Felder in die Tallagen eingebettet sind, ins Auge.

 

Ausblicke

Tipp: Für die nahen Blicke über die Haßberge und zu den unmittelbar daran angrenzenden Regionen reicht dem Betrachter schlicht ein gutes Augenlicht. Jedoch empfiehlt es sich, für die weiten Ausblicke (beste Sicht ist dafür Voraussetzung!), ein Fernglas zur Hand zu nehmen.

...von Nordwest bis Nordost

Nach Nordwesten blickend, erstreckt sich bis an den südlichen Rand des Grabfeldgaus angrenzend, der großflächig bewaldete Höhenzug des sogenannten Großen Haßbergs. Der höchste Punkt ist dort die 13,4 km entfernte und mit Sendemasten bestückte Nassacher Höhe (512 m). Gleichzeitig ist diese Stelle, die direkt am historischen Rennweg gelegen ist, der höchste natürliche Punkt des gesamten kleinen Mittelgebirges der Haßberge. Etwa 2,5 km vor der Nassacher Höhe kann man bei scharfem Auge in den Baumwipfeln den lohnenden Aussichtsturm auf der Eichelsdorfer Schwedenschanze (487 m), erahnen. Blickt über den Großen Haßberg hinaus ins Hinterland erhebt sich im Nordwesten die fast 1.000 Meter hohe Rhön. Deutlich sichtbar ist von links beginnend zunächst der 55 km entfernte, ebenförmig breite Kreuzberg
(928 m). Mit dem Fernglas erkennt man bei klarer Sicht knapp links über dem Schloss Craheim (nahe Wetzhausen) den Funkmast des berühmten Senders Kreuzberg. Die etwa 60 km entfernte sogenannten „Lange Rhön“, bzw. deren Sendemast auf dem Heidlelstein (926 m), zeichnen sich am Horizont rechts neben der Nassacher Höhe, bzw. unmittelbar rechts neben dem Aussichtsturm der Schwedenschanze ab.

Schweift man weiter nach rechts, fällt der Blick der Reihe nach auf die benachbarten Haßberggipfel Büchelberg (467 m; 6,3 km), Rauhberg (412 m; 4 km) und Zeilberg (463 m; 10 km) incl. des dort in Betrieb befindlichen großen Basaltsteinbruchs. Und zum Greifen nah erhebt sich in nur 2,3 km Gipfelentfernung der Eichelberg (427 m). Er gilt als der Hausberg der Ortschaft Ibind. Das Dorf ist unmittelbar links des Berges im Heimbachtal zu erkennen.

Über diese vorgenannten Haßberghöhen hinausblickend, erstreckt sich großflächig das Thüringer Land. Nördlich, in Blickrichtung Rauhberg gesehen, ragen aus dem Heldburger Land, dem Übergang zum Thüringer Wald, in rund 31 km Entfernung, die mächtigen Basaltkegel des Großen Gleichbergs (679 m) und knapp rechts dahinter des Kleinen Gleichbergs (641 m) empor. Links hinter den Gleichbergen steht am Horizont in 83 km Entfernung der Große Inselsberg, welcher mit 916 Meter zweithöchster Punkt Thüringens ist. Auch dieser ist mit einem mit Fernglas ausmachbaren Turm bestückt. Weiter östlich zeichnet sich links hinter dem Zeilberg, im nahen Heldburger Zipfel, die merklich kleinere, aber dennoch recht auffällige, kegelförmige Vulkankuppe des Straufhain (449 m, 26 km) ab. Er erhebt sich zwischen dem thüringischem Streufdorf und dem schon zu Oberfranken gehörenden Bad Rodach. (Die Veste Heldburg hingegen, die seit dem 14. Jhd. auch als „Fränkische Leuchte“ bezeichnet wird, ist vom Bramberg aus nicht einsehbar, sie wird vom Zeilberg verdeckt.) Knapp links vom Straufhain erahnt man in knapp 62 km Entfernung am Hauptkamm des Thüringer Waldes den Großen Beerberg - dieser erdzeitgeschichtlich sehr alte Vulkanberg, der vor über 250 Mio. Jahren tätig war, ist mit seinen 983 m der höchste Berg Thüringens. Er markiert das Gebiet Suhl, Zella-Mehlis und Oberhof.

...von Nordost bis Ost

Weiter im Uhrzeigersinn nach rechts drehend, blicken die beiden hochgelegenen, ja fast schon thronenden Haßbergorte Altenstein aus 10 km Entfernung und Lichtenstein aus 11 km Entfernung herüber. Inmitten dieser beiden Dörfer befindet sich übrigens ebenfalls je eine sehenswerte Burgruine. Links von Altenstein erkennt man am Horizont, auf dem Höhenzug des Thüringer Waldes, den bei Eisfeld aufragenden Bleßberg (867 m, 46 km) incl. dem 195 Meter hohen Sendeturm. Schweift man weiter nach rechts sind zwischen Altenstein und Rabelsdorf auf der über 61 km entfernten Kammhöhe des Frankenwaldes Gebäudlichkeiten des Marktes Tettau zu erkennen (dazu muss man auf der breiten Mauer neben dem Burgfried stehen).

Leider keine Sicht hat man zur berühmten Veste Coburg, die man seit Jahrhunderten auch die „Fränkische Krone“ nennt. Sie läge in Verlängerung des Blicks unmittelbar über die Ortschaft Rabelsdorf hinaus.

Knapp vor der östlichen Richtung, fällt in gut 26 km Entfernung Schloss Banz ins Auge. Die mächtige Anlage thront dort anmutig über dem Obermaintal. Gegenüber von Banz – vom Bramberg aber nicht einsehbar – steht die vom Franziskanerorden geführte Basilika Vierzehnheiligen, die Wallfahrtskirche wird in Punkto Besucherzuspruch in Bayern nur noch von der Gnadenkapelle Altötting übertroffen.

Ein wenig weiter rechts, hinter den beiden 14 km entfernten Eberner Windrädern, welche sich auf dem sogenannten Oberen Berg (391 m) nahe der Ortschaft Fierst drehen, zeichnet sich ganz deutlich der Alte Staffelberg (529 m) mit seinen zwei markanten Kuppen ab. Orientiert man sich noch ein klein wenig weiter nach rechts, scheint einem aus dem sogenannten "weiten Gottesgarten" der Klausner, der im bekannten Frankenlied als "heilger Veit vom Staffelstein" besungen wird, vom nicht weniger berühmten Staffelberg (539 m) aus etwa 28 km Entfernung mit seinen felsigen Flanken herüber zu winken. (Der Karlsruher Dichter Victor von Scheffel, der einst sein Herz an diese idyllische Obermainlandschaft verlor, hat 1859 mit seinen sechs Gedichtversen die Grundlage zur inoffiziellen Frankenhymne „Wohlauf die Luft geht frisch und rein“ gelegt. Vertont wurde das Ganze von Valentin Eduard Becker im Jahre 1870.) Hinter dem Staffelberg, knapp rechts seiner Mitte, erkennt man an einem klaren Tag mit einem guten Fernglas den in 87,5 km Entfernung im Fichtelgebirge aufragenden Schneeberg. Mit seinen 1.051 Metern ist der Schneeberg der höchste Berg Frankens. Im Kalten Krieg wurde zu militärischen Ausspähungszwecken von den Amerikanern auf dessen Gipfel ein Turm- und Senderensemble errichtet; dieses kann man mit einer guten optischen Sehhilfe auch erkennen. Rückt man dann noch ein klein wenig weiter nach rechts, fällt einem auch der im Allgemeinen wesentlich bekanntere Ochsenkopf (1.024 m; 84,5 km), welcher der zweithöchste Franke ist, in den Blick.

...von Ost nach Süd-Südost

In der Verlängerung des Blickes über die beiden nahe gelegenen Ortschaften Bramberg und Jesserndorf hinaus, zeigt sich in 34 km Entfernung die gut erhaltene Giechburg, die auf dem dortigen Schlossberg (530 m) bei Scheßlitz thront.

Im Südosten fallen zwei in der Nachbarschaft stehende Haßberggipfel auf. Es sind dies zum einen der 7 km entfernte Stachel (484 m) bei Pettstadt und zum anderen der 13,5 km entfernte Lußberg (464 m), der sich links der gleichnamigen Ortschaft aufbaut.

Knapp links vom Stachel erkennt man in knapp 42 km Entfernung - am Rande der Fränkischen Schweiz gelegen - den 127 m hohen Bamberger Sendeturm, der auf dem Kälberberg (558 m) im Gemeindegebiet Buttenheim steht. Die unmittelbar rechts daneben liegende höchste Erhebung des Höhenzuges nennt sich Friesener Warte (562 m).

Rechts des Lußbergs fällt zunächst ein großer Bamberger Industrieschlot auf. Schwenkt man weiter, richtet sich der Blick direkt nach dem 30 km Entfernten Altstadtbereich der altehrwürdigen UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt Bamberg. Dahinter öffnet sich das Regnitztal - aus dessen Mitte heraus erhebt sich in exakt 60 km Entfernung das berühmte Walberla (514 m) bei Forchheim.

In Bamberg lässt sich am bebauten Westaufschwung der Dom erahnen. Und zu guter Letzt ist rechts oberhalb der Stadt, auf dem Altenburger Berg (mit 386 Metern höchster Punkt Bambergs) in 30 km Entfernung, der schlanke Turm der Bamberger Altenburg deutlich erkennbar.

 

Geschichtliches zu Berg, Burg und Ruine

Entstehung des Berges

Der markante, weithin auffallende Bramberg weist eine kegelförmige Formgebung auf. Diese entwickelte sich durch seine feuerspuckende Tätigkeit vor 16 Millionen Jahren als Vulkan der sogenannten Heldburger Gangschar. In dieser Zeit ist das gleichmäßig vulkantypische Aussehen des erdzeitalterlich relativ jungen Basaltberges entstanden. Zu den Basaltbergen der Heldburger Gangschar zählen z.B. Ostheimer Hügel (auch Ölberg oder Wolfshügel genannt), Zeilberg, Straufhain, Veste Heldburg und die beiden Gleichberge.

 

Burg/Ruine

Aufgrund der exponierten Lage eignete sich der Hochpunkt der aussichtsreichen Bergkuppe vortrefflich als Standort einer mittelalterlichen Burganlage. Man geht davon aus, dass diese im 10. Jhd. zum Schutze der zwischen Bamberg und Fulda auf dem Haßbergkamm verlaufenden Handelsstraße, dem Rennweg, auf Befehl König Heinrichs I. errichtet wurde. Im Jahre 1108 wurden die Brüder Stephan und Hermann als Bramberger Ritter des Hochstifts Bamberg erstmals urkundlich erwähnt. Dann 1168 befahl Kaiser Friedrich I. „Barbarossa“, wegen des andauernden aufständischen Verhaltens der Bramberger gegenüber der Würzburgischen Kirche, jedoch das Schleifen der Burg per kaiserlichem Dekrets. Um 1250 ließ der Würzburger Bischof die Burg, diesmal als einen Würzburger Amtssitz, wieder aufbauen. Während des Bauernkrieges im Jahre 1525 wurde die Bramburg von aufständischen Bauern ein zweites Mal in Brand gesteckt und zerstört, seitdem ist sie eine Ruine.

In der jüngeren Vergangenheit wurde knapp unterhalb der Ruine ein Basaltsteinbruch betrieben, doch als der fortschreitende Gesteinsabbau die Standsicherheit der noch stehenden Burgenreste gefährdete, wurde der Bruch stillgelegt.

  

Name

Einer naheliegenden Auslegung nach, leitet sich der Name des Berges folgendermaßen ab: Der mittelhochdeutsche Ausdruck "Bram" ist gleichbedeutend dem Wort "Dorn". Da die damaligen Burgherren dem Würzburger Bischof stets ein Dorn im Auge waren, kam es zur Bezeichnung Bramberg und die Besitzer wurden folglich als die Edelfreien zu Bramberg betitelt.

  

  

Der Bramberg (vor der Rodung)

im morgendlichem Sonnenlicht

  

 

 

 

...und hier an einem sonnigen Maitag

  

 

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